Test Babyphone
Der Gedanke daran, dass das Baby alleine in seinem Zimmer liegt und schreit, ohne gehört zu werden, ist für Eltern unerträglich. So sehr sie auch die Zeit zu zweit genießen: Das Kind hat absoluten Vorrang. Als Helfer im Alltag haben sich Babyfones bewährt, die eine Art Sprechfunkverbindung zwischen Kinderzimmer und Aufenthaltsort der Eltern darstellen. Ist das Baby unruhig, so hört man dies über den Lautsprecher und kann zu ihm eilen, um es zu trösten, zu füttern, zu wickeln oder was auch immer. Moderne Babyfones sind auch in der Lage, ein Livebild zu senden, sodass man den Sprössling immer im Blick hat. Das hört sich in der Theorie alles sehr gut und praktisch an - aber wie verhält es sich damit in der Realität?
Die Stiftung Warentest wollte diesem Thema auf den Grund gehen und hat daher in der Ausgabe 05/2011 einen ausführlichen Test mit insgesamt 14 Babyfones aller Preiskategorien durchgeführt.
Das Ergebnis trägt nicht dazu bei, um besorgte Eltern beruhigen zu können. Nur zwei der getesteten Geräte waren sowohl einfach zu bedienen als auch störfest, also immun gegen die Signale anderer Babyfones oder Handys. Wie wichtig es ist, darauf zu achten, zeigen die getesteten Geräte von H+H und BM440, die bei Funkinterferenzen einfach abschalteten. Wenn man darauf achtet, dass das Babyfon mit dem DECT-Standard arbeitet, der auch bei Schnurlostelefonen zum Einsatz kommt, sollte man auf der sicheren Seite sein. Diese Geräte konnten übrigens auch bei der Reichweite die besten Ergebnisse erzielen: Sie konnten auf freiem Feld bis zu 300 Meter übertragen. Der Testsieger von Philips bietet aber neben dem Übertragen der Geräusche noch weitere Features: Dieses Babyfon ist mit einem Nachtlicht ausgestattet und kann das Baby mit Schlafliedern in den Schlaf wiegen.
Man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass das Gerät warnt, wenn man den Funkbereich verlässt oder wenn sich die Batterieladung dem Ende zuneigt. Ein Wort noch zum Elektrosmog: Die Werte der Babyfone liegen alle erheblich unter den einschlägigen Grenzwerten, sind also ohne Gesundheitsbedenken verwendbar.
Am besten wurden folgende Geräte bewertet:
1.) Philips Avent SCD525 (etwa 120 Euro)
2.) Nuk Eco Control Babyphone DECT 266 (etwa 95 Euro)
3.) vtech CS 120 (etwa 60 Euro)
Bei den Geräten, die neben den Tonsignalen auch Bilder übertragen, konnte Philips mit dem "Avent SCD600" um etwa 200 Euro ein gutes Testergebnis erzielen.
Nur mit "ausreichend" wurden bewertet:
- H+H Babyruf MBF 3133 öko
- Babyfon BM440 Eco
- H+H Babyruf MBF 1213
Um sich also auf das Babyfon wirklich verlassen zu können, ist es sinnvoll, ein paar Euro mehr zu investieren, um zu vermeiden, dass das Baby einsam und alleine schreiend im Zimmer liegt. Man könnte fast sagen, dass man in das Babyfon dasselbe Urvertrauen setzen sollte, wie es das Baby bei den Eltern tut.

